Die Bank will eine Kette sehen, nicht einen Kontostand
Herkunft der Mittel heißt nicht, dass du Geld hast, sondern dass du lückenlos zeigen kannst, woher es kam. Ein Verkaufserlös braucht den Vertrag, eine Abfindung den Aufhebungsvertrag, Unternehmensgewinne die Abschlüsse, ein Erbe den Erbschein. Was du nicht belegen kannst, existiert für die Prüfung nicht, unabhängig davon, wie sauber es entstanden ist.
Die drei Angaben müssen zueinander passen
Tätigkeit, Einkommenshöhe und erwartete Kontobewegungen bilden ein Dreieck, und die Bank prüft, ob es aufgeht. Ein Berater mit angegebenen 60.000 Euro Jahreseinkommen, der monatlich sechsstellige Eingänge ankündigt, löst Rückfragen aus. Genauso eine Wohnadresse, die nicht zum angegebenen Aufenthaltsstatus passt. Widersprüche kosten dich nicht den Termin, sondern die Beziehung, weil eine einmal abgelehnte Ansprache in der Regel nicht wiederholt wird.
Ohne Adresse kein Konto, jedenfalls in Serbien
In Serbien kommt in der Praxis die gemeldete Adresse vor dem Konto und nicht umgekehrt. Das Gesetz lässt Konten für Nichtansässige zu, die Banken verlangen aber eine Adresse im Land. Wer die Reihenfolge dreht, steht ohne beides da. In den übrigen Ländern der Region hängt es an Bank und Profil: manche Institute arbeiten mit Nichtansässigen, andere verlangen einen Aufenthaltstitel, eine lokale Steuernummer oder einen nachvollziehbaren Bezug vor Ort. Deshalb steht am Anfang der Aufenthaltsweg und nicht die Bankliste.
