Serbien passt zu jemandem, der einen europäischen Alltag will, kurze Wege nach Wien, München und Zürich braucht und ein Bankwesen außerhalb des automatischen Informationsaustauschs sucht. Es passt nicht zu jemandem, der vor allem seine Steuerlast senken will: Serbien besteuert Ansässige auf ihr Welteinkommen, und dafür gibt es in dieser Region bessere Adressen.
Der Datenaustausch ist das eigentliche Argument
Serbien ist eines von zwei Ländern dieser Region, das außerhalb des automatischen Informationsaustauschs steht, und das einzige mit einer Millionenstadt, einer eigenen Wirtschaft und einer Flugverbindung, die dich in zwei Stunden nach Hause bringt. Das ist eine Kombination, die es in Europa kaum ein zweites Mal gibt.
Die Reihenfolge ist bei Serbien besonders konkret
Ohne Aufenthalt kein Konto. Serbische Banken verlangen von Nichtansässigen deutlich mehr, und ein bestehender Aufenthaltstitel entscheidet in der Praxis darüber, ob ein Konto zustande kommt. Deshalb steht auf dieser Seite der Aufenthalt vor dem Konto, und deshalb beginnt die Arbeit mit deinem Aufenthaltsgrund und nicht mit einer Bankauswahl.
Was gegen Serbien spricht
Serbien besteuert das Welteinkommen seiner Ansässigen, und die Sätze sind zwar niedrig, aber nicht null. Kapitalgewinne sind erst nach zehn Jahren Haltedauer frei, was in dieser Region die längste Frist ist. Dazu kommt die Verwaltung: Meldeadresse, Übersetzungen und Beglaubigungen sind in Serbien echte Arbeitsschritte, keine Formalie. Und der Beitrittsprozess zur Europäischen Union läuft weiter, was den heutigen Zustand des Datenaustauschs mittelfristig berührt.

